Passivhäuser oder Fertigteilhäuser

Passivhäuser sorgen für sich selbst, für die Natur und den Geldbeutel ihrer Bewohner
Unter dem Begriff Passivhaus versteht man ein Gebäude, das nach bestimmten Energiesparmaßnahmen gebaut ist. Es handelt sich nicht um einen Baustil, der auf das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes bezieht, sondern auf dessen Art und Weise der Energieversorgung.
Durch bestimmte Maßnahmen wird erreicht, dass sich die Raumtemperatur in Bereichen befindet, die als angenehm wahrgenommen wird. Passivhäuser sorgen quasi von selbst dafür, dass es warm und wohnlich wird, ohne dass dafür zusätzliche Energie vonnöten wäre, wie beispielsweise Strom, Gas oder Heizöl.
Allerdings ist ein bisschen Nachhelfen auch für Passivhäuser erlaubt. Es gibt Normen dafür, wie viel Fremdenergie zugeführt werden darf, damit es sich bei den betreffenden Gebäuden immer noch um Passivhäuser handeln kann. Ein solches Kriterium ist der Grenzwert für Heizwärmebedarf von maximal 15 Kw/h im Jahr oder 1,5 Liter Heizöl, bezogen auf einen Quadratmeter. Ein Wohnhaus mit 100 qm Wohnfläche sollte demnach nicht mehr als 1500 Kilowatt/Stunde im Jahr für Heizung benötigen, um als Passivhaus gelten zu können.
Der restliche Wärmebedarf wird durch passive Energiequellen gedeckt. Dazu zählt Sonneneinstrahlung, Wärmeabgabe durch anwesende Menschen oder auch durch Elektrogeräte. Es geht nicht um eine messbare Gradeinteilung, sondern um die Raumwahrnehmung, die möglichst positiv und gemütlich sein soll, bei gleichzeitig möglichst niedrigem Energieaufwand.
Passivhäuser ( z.b. von www.pichler-haus.at )entsprechen einem Baustandard, der sich nach festgelegten Vorgaben bezüglich Wärmedämmung, ökologischer Bauweise und technischer Besonderheiten richtet. Das Ziel ist es, Passivhäuser mit einer möglichst konstanten Raumtemperatur zu versehen. Um diesen Standard zu gewährleisten, müssen Passivhäuser mit einem darauf abgestimmten Lüftungssystem ausgestattet sein. Für Neubauten bedeutet die Ausstattung mit Passivhaus-Faktoren Mehrkosten von 5 – 15% gemessen an den Kosten für ein herkömmlich gebautes Wohnhaus. Wenn Altbauten entsprechend saniert und renoviert werden und mit den Merkmalen für Passivhäuser ausgestattet werden, können die Mehrkosten bis zu ca. 20% betragen.

Dieser zusätzliche Aufwand ist jedoch schnell relativiert durch die Einsparung von Energiekosten.