Sanierung von Trinkwasserleitungen

Statt eine poröse Trinkwasserleitung auszutauschen, haben Hausverwalter bis 2011 die Rohre in ihrem Innenbereich saniert. Dies ist zwar billiger gewesen, führt aber dieser Tage auch zu rechtlichen Problemen mit Gesundheits- und Umweltschutz.

Wenn die Wasserleitung ausgetauscht werden muss…

Trinkwasserleitungen in Wohn- oder Mietshäusern werden nach einer gewissen Nutzungsdauer im Inneren porös, es können sich auch Ablagerungen bilden. Erste Symptome dafür sollten mit einer Untersuchung bestätigt werden. Erweist sich der Verdacht als richtig, muss der Verwalter bzw. der Eigenheimbesitzer zur Tat schreiten und die Wasserleitung austauschen.

Bis zum Jahre 2011 wurde hier oft ein handwerklicher Ausweg gesucht, um die mithin bei einer Rohrsubstitution anfallenden Nebeneffekte (Lärm, Kosten, hoher Zeitaufwand) gering zu halten. Insbesondere in Mietshäusern werden und wurden nicht selten Mietminderungen beantragt, wenn Baumaßnahmen über das Maß des Erträglichen hinausgingen.

Verwalter entschieden sich von daher oft für eine preiswertere und effizienter ablaufende Innenrohrsanierung. Dies ist ein Verfahren, bei dem die korrodierte Leitung nicht durch eine neue ersetzt wird, sondern dieselbe Leitung durch Einspritzung mit einer Epoxidharzbeschichtung ausgekleidet wird. Durch Beizverfahren und ähnliches werden die Leitungen im Vorhinein noch von Ablagerungen befreit.

Für viele, die sich mit der Sanierung herumschlagen müssen, eine schnelle, billige und saubere (?) Art, ihren Pflichten nachzukommen. Insbesondere Verwalter, die viele Gebäude manchmal zeitgleich sanieren mussten, setzten auf die Innenrohrsanierung. Doch heutzutage ist es nicht mehr erlaubt, eine spezielle Art der Epoxidharzbeschichtung in Trinkwasserrohre zu befördern: das Bundesumweltamt hatte etwas dagegen.

Innenrohrsanierung mit Epoxidharz gesundheitlich bedenklich

Die auf die beschriebene Weise durchgeführte Innenrohrsanierung wurde im vorvergangenen Jahr mit hohen Auflagen belegt. Es bestehen gesundheitliche Bedenken über die von Epoxid ausgehende Gefahr, Krebs zu verursachen.

So gilt auch ein 2007 auf den Markt gekommenes Dichtungsmittel nicht mehr als gesundheitlich unbedenklich. Es sind noch bei Weitem keine ausreichenden Daten vorhanden, um die hygienische Immunität dieses auf Epoxidharz basierende Dichtungsmittel festzustellen. Das Lenkungskomitee DVGW hat in Folge eines 2011 erfolgten Urteils alle Arbeitsblätter zu epoxidgestützten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zurückbeordert.

Nach bereits erfolgter Innenrohrsanierung mit Epoxid

Weder Eisgentümer noch Mieter müssen sich Gesundheitsrisiken wegen einer nach heutigem Maßstab nicht gesundheitskonformen Innenrohrsanierung aussetzen. Es besteht eine Informationspflicht seitens des Verwalters gegenüber allen jetzigen Mietern und natürlich auch gegenüber den noch neu hinzukommenden. Solange es Trinkwasserleitungen im Hause gibt, die mit entsprechend kritischen Stoffen vor 2011 ausgekleidet wurden, muss der Verwalter die Untersuchung der gesamten Trinkwasserversorgung ab seinem Einflussbereich sicherstellen.

Zeigen sich Symptome und/oder übertretene gesetzliche Grenzwerte hinsichtlich gesundheitsgefährdender Stoffe, muss die Trinkwasserleitung im Ganzen ausgetauscht werden. Wer die oben angeführten Pflichten und Handlungsschritte unterlässt, muss nicht nur mit Geldstrafen rechnen, sondern auch mit Freiheitsstrafen von bis zu 24 Monaten.

Man sieht, dass das Bau- und Immobilienrecht ein weites Feld ist und es vieles zu beachten gilt. Weitere spannend aufbereitete Rechtsinfos zu Hausbau und mehr kann man auf der Rechtsplattform Advogarant.de durchstöbern.

Mit fachmännischer Beratung perfekt gedämmt

Sicherlich ist es für jeden Bauherrn keine einfache Entscheidung, einen Dämmstoff für das Dach auszuwählen. Schließlich soll dieser ja über viele Jahre hinweg gute Dienste leisten und dem Haus somit einen Mehrwert geben. Aus diesem Grund sollte vor der Entscheidung für einen Dämmstoff auch stets eine fachmännische Beratung stehen. Es gibt viele verschiedene Dämmstoffe. Die Folgende Vorstellung beschränkt sich auf fünf von ihnen.

Steinwolle
Steinwolle wird in Form von Dämmplatten, Dämmmatten und auch als loser Dämmstoff angeboten. Jedoch ist letzteres nicht zu empfehlen, weil umherfliegende Fasern Gesundheitsschädlich sein können. Für eine Variante der Dachdämmung eignet sich Steinwolle gut im Gegensatz zu einer Wand- oder Fassadendämmung. Steinwolle sollte nicht der Witterung ausgesetzt sein. Für den Einsatz von Steinwolle als Dämmung spricht die Flexibilität, Resistenz gegen Schimmel und Ungeziefer sowie der recht niedrige Kaufpreis.

Glaswolle
Glaswolle hat die gleichen Eigenschaften wie Steinwolle und ist daher überall dort Einsetzbar, wo es Steinwolle ist. Glaswolle und Steinwolle gehören zu den Mineralwolldämmstoffen. Mineralwolle bietet gute Dämmeigenschaften und eignet sich ebenfalls für den Schallschutz. Nachteil der mineralischen Dämmung ist der hohe Energieaufwand der bei der Herstellung benötigt wird.

Hanf
Hanf Dämmung ist für die Zwischen- Untersparrendämmung und für die Außendämmung des Daches unter der Abdeckung geeignet und wird nur in Form von Dämmmatten angeboten. Hanf besitzt eine gute feuchtigkeitsregulierende Wirkung, wie einen ökologischen Vorteil. Sie kann bis zu einem bestimmten Grad feucht werden ohne die Dämmeigenschaft zu vermindern.

Holzfaser
Holzfaserdämmplatten haben eine höhere Wärmeleitfähigkeit wie andere natürliche Dämmstoffe, schütz jedoch zusätzlich noch vor Schall. Hohe Wärmeleitfähigkeit bedeutet schlechte Dämmeigenschaft. Holzfaser kann vor der Witterung geschützten Außendämmung wie bei der Dämmung Zwischen oder unter den Sparren verwendet werden.

Schafwolle
Schafwolle wird als Dämmplatten, Dämmmatten, Stopfwolle oder loser Dämmstoff angeboten. Bei der Dachdämmung ist Sie als Zwischen- oder Untersparrendämmung geeignet. Das Dämmmaterial ist ein ökologisches Produkt, weil es ein nachwachsender Rohstoff ist und bei der Herstellung keine Energie benötigt wird.